30. Juli: Nienburg nach Bremen

Die heutige Etappe beinhaltet mehrere für uns wichtige Aspekte:
1. Unsere letzte Etappe auf dem Weser Radweg. Morgen biegen wir ab.
2. Die längste Etappe mit 104 km Länge.
3. Die heißeste Etappe mit 34 Grad.

Wir haben es geschafft! Den Weg vom Weserschlößchen bis zum H+ Hotel. Obwohl wir beide auch heute wieder eine Enttäuschung (oder Enttäuschungen) erleben mussten. Und sind beide der Meinung, dass wir heute Nacht sehr gut schlafen werden.

Gleichzeitig müssen wir endgültig Abschied nehmen von einigen Menschen, die wir auf dem Weg immer wieder getroffen haben:
– Karten-Opi mit seinen T-Shirts „Ich bin der Motor“.
– die Girlies, die wir allerdings schon gestern nicht mehr gesehen haben.
– Shell V-Power – die Radhose haben wir immer wieder gesehen.
– Einen Vater mit seinem noch Recht jungen Kind. Patrick meinte nur: „der muss gedopt sein…“

Um der Hitze heute etwas entgegenzusetzen, sind wir schon um kurz nach 8 Uhr gestartet. Das hatte einen tollen psychologischen Vorteil: Nämlich, dass wir um 10 Uhr – die Zeit zu der wir normal starten – schon mehr al 35 km geschafft hatten. Und ab ca. 10 Uhr hatten wir dann eine normale Etappenlänge…

Mit 7 Stunden und 33 Minuten fast ein kompletter Arbeitstag. Jedenfalls fühlen wir uns so.

Abschied aus Nienburg. Der Ort war ok, allerdings kein Kracher.

Erstes Beine ausschütteln am heutigen Tag.

Von den Kumpels haben uns nicht nur heute, sondern in den vergangenen Tagen einige begleitet.

Einmal durften wir mit der Fähre übersetzen. Die Fähre ist auch für 2 Radfahrer gefahren. Auf der anderen Seite kam uns dann Karten-Opi entgegen.

Die erste Enttäuschung dann in Hoya:

Weder CAFE Uhde noch der Lindenhof waren geöffnet. Eigentlich hatten wir hier die erste Pause geplant. Immerhin haben wir in der Döner-Bude kalte Cola bekommen. Wir haben beide eine Dose getrunken und noch eine für die Reise mitgenommen. Es war ja klar, dass wir uns bei der Hitze weiter verpflegen müssen.

Ca. 15 km weiter war die Dose fällig. Und die Muckis haben uns bis nach Verden zur Mittagspause weitergetragen.

Gut gelaunt gab es dann wieder viel isotonische Flüssigkeit und etwas leckeres zu essen. Wir waren ca. 300 m über die Hälfte der Strecke unterwegs.

Die nächste Pause hatten wir in Achim fest eingeplant. Was ich nicht eingeplant hatte war allerdings, dass wir Achim nur streifen. Das ist uns dann erst nach ca. 2 weiteren km aufgefallen und ein zurück gibt es für uns nicht. Glücklicherweise konnten wir in einem Getränkegroßhandel zwei kalte Cola Zero (ansonsten hatten die Kollegen nur Bier im Kühlschrank) erwerben und sind dann nach weghandeln der Getränkekrise weitergefahren. Auf dem nächsten halben km haben wir Vater und Sohn dann überholt. Dem kleinen war in dem Moment das Doping ausgegangen.
Wenige Minuten weiter kam ein Kiosk – da haben wir jeder noch 1/2 Liter kaltes Wasser verdampfen lassen.

An der Weser entlang waren die letzten 10 km noch mal richtig schön. Auf dem Damm hat es Spaß gemacht. Es waren viele Menschen in dem Weser-Arm schwimmen und je näher an der Stadt, desto voller.
Wir haben uns sehr gefreut, heute im Hotel angekommen zu sein. Gefühlt war es in der Lobby 20 Grad kälter als draußen. Die Fahrräder stehen in einem Schließfach im Fahrrad-Parkhaus.

Nach dem Duschen noch schnell etwas essen und danach ein kleiner Innenstadtrundgang – jetzt ist für uns der Weser Radweg beendet.

Und hier die Kultur zum Abschluss…

29. Juli: Minden nach Nienburg

Heute ist der bisher heißeste Tag unserer Tour. Dafür hat der Tag einen Riesenvorteil: Ich habe mich mit der Kalkulation der Strecker vertan. Statt ca. 80 km sind es auch heute wieder nur ca. 60 km

Gegen 10 Uhr starten wir heute aus dem Hotel und fahren die ersten 2 km am Kanal in Minden entlang. Immerhin gibt es hier schon Schiffe zu sehen. Bis Minden haben wir noch nichts auf der Weser fahren sehen.

Die Fahrt bleibt weiter unspektakulär. Die Landschaft ist ruhig und ohne besondere Merkmale. Dann kommen wir nach Petershagen. Ein gemütlicher Ort, den man sich durchaus merken kann. Hier gibt es eine Skulptur vor dem Jugendhaus – immerhin die fällt auf.

In Uchte machen wir an einem Badesee eine kurze Pause. Etwas essen und trinken, dann geht es weiter – ist schon jetzt ziemlich warm.

In Buchholz kommt der nächste Durst mit ein bisschen Appetit. Heute wollen wir uns keine gute Chance entgehen lassen.

Zwischendurch sehen wir dann tatsächlich Schiffe auf der Weser. Auf jedem Bild sieht man die Brücken, die wir beide überqueren durften. Immerhin waren wir durch die Schleuse schneller, als die Schiffe die gerade fahren konnten.

Weiter geht es und noch wärmer wird es. Das nächste kalte Getränk muss her und die Rettung naht. Es gibt leckere und kalte Fruchtschorlen.

Kurz vor 15 Uhr kommen wir in Nienburg an. Hier haben wir die teuerste Unterkunft unserer Reise – dafür auch die kleinsten Zimmer bisher. Insgesamt passt es weiterhin super. Nach dem Duschen und einer Ruhepause machen wir eine Runde durch die Altstadt von Nienburg. Der Ort ist ok – allerdings nicht überwältigend. Ich sehe heute zum ersten Mal ein AfD Büro und das auch noch gegenüber vom Polizeimuseum. Und die Scheibe des Büros hat mehrere Löcher (die waren aber schon, bevor wir nach Nienburg kamen)
Nach einem Eis und abschließendem Snack noch ein paar Meter durch Nienburg und dann ab zurück ins Hotel…

Hier die wahrscheinlich älteste Pension von Nienburg (mittlerweile privat bewohnt).

28. Juli: Hameln nach Minden

Das spektakuläre am Weser Radweg ist eigentlich das unspektakuläre!
Der Weg ist so entspannt, dass wir im Grunde die Strecke abfahren und einfach nur genießen. Die heutige Etappe geht über 73,2 km.

Begonnen hat unser Tag mit einem Frühstück beim Bäcker direkt am Eck. Ich glaube, weder Patrick noch ich sind wirklich schon wach. Das macht allerdings gar nichts, weil das Wetter wird ein Traum. Mit maximal 26-27 Grad haben wir heute perfekte Tourbedingungen.

Für die Fahrt haben wir ein bisschen Proviant im Gepäck. Pausen und eine gemütliche Reise haben wir uns für den Tag fest vorgenommen. In Rinteln packen wir erstmals aus, genießen und schauen der Weser wieder beim Fließen zu.

Ein paar Kilometer weiter überqueren wir die Weser bei diesem Ausblick:

Leider ist es für eine Pause noch zu früh. Im doppelten Sinne: Erstens haben die Lokationen noch nicht geöffnet und zweites haben sie am Dienstag auch noch Ruhetag. Die Wärme macht uns doch doch zu schaffen und wir sind echt happy, dass wir etwas zwischen die Kiemen bekommen können und es müssen unbedingt kalte und zuckerhaltige Getränke in uns hinein.

Insgesamt sind wir heute sehr gut in der Zeit und können den weiteren Weg entspannt angehen. Den Weser Radweg können wir beide weiterhin nur beschwärmen. Bis auf wenige Kilometer sind das alles perfekte Wege. Zwischendurch racen wir noch mit einem anderen Vater-Sohn Duo. Am Berg besiegen wir sie locker und haben sie dort auch abgehängt.

Gut 10 km vor dem Ziel haben wir in Porta Westfalica noch Zeit für ein weiteres gemütliches Päuschen mit Blick auf ein Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

Als wir dann vor dem Exquisit-Hotel – unserer heutigen Bleibe – stehen überlegen wir kurz, ob wir hier richtig sein können. Die besten Zeiten liegen schon Wochen, nein Monate, nein Jahre, vielleicht Jahrzehnte zurück. Die Herzlichkeit des Personals macht das alles ganz locker wieder wett. Wir haben auch keine Lust, noch irgendwo anders hin zum Essen zu gehen.

Zwischendurch ziehe ich noch ein paar Bahnen durch den Hotelpool (ja den gibt es hier) und danach lassen wir es uns schmecken. Zum Mahl gehört noch ein Salat vom Buffet, ein Kraft-Süppchen und dann ein lecker Rumpsteak .

Den Spaziergang machen wir am Kanal und im Safari-Park…

27. Juli: Holzminden nach Hameln

Heute steht die kürzeste Etappe unserer diesjährigen Tour auf dem Programm. Mit 57,3 KM schonen wir uns für die kommenden Tage.

Nach dem Regen gestern, konnten wir für heute eine trockene Fahrt erwarten. Auch lässt die nächste Hitze noch ein bisschen auf sich warten. Heute haben wir die ganze Fahrt über eine Temperatur, bei der wir sobald die Sonne scheint im T-Shirt fahren und sobald die Sonne verdeckt ist, eine Jacke anhaben wollen. Also ist häufigerer Wechsel angesagt bis ich mit meiner Jacke fahre und Patrick ohne…
Hier ein paar Eindrücke der heutigen Fahrt.

Der Weser Radweg ist weiterhin von super Qualität. Der Asphalt top und alles was nicht top ist, ist einfach wenig. Es macht auch Spaß, der Weser einfach mal beim Fließen zuzuschauen.

Auf der Bank haben wir eine Pause verbracht und genau das getan. Insgesamt war der Weg heute in gewissem Sinne unspektakulär und damit super erholsam. Die Idee, mal in einem Schlaffass zu übernachten (irgendeine Besonderheit suchen wir ja meist raus) haben wir nach einem Blick in ein solches direkt verworfen. Was mir auch nicht bewusst war ist, dass wir den Ort des Lügenbarons durchfahren.

Bei uns ging es nicht so schnell, wie es wahrscheinlich auf einer Kanonenkugel gegangen wäre, wir sind ja aktuell auch nicht wegen irgendwelcher Rekorde unterwegs. Auf dem Weg nach Hameln sind wir dann noch am stillgelegten AKW Grohne vorbei gekommen. Zusätzlichen Atomantrieb haben wir bei teilweise heftigem Gegenwind nicht verspürt.

Heute übernachten wir in einer Penthouse-Wohnung in Hameln – echt schick haben wir es hier erwischt. Die erste Stunde vergammeln wir gemütlich im Penthouse und machen uns dann auf den Weg zum Essen. Hameln hat ein echtes Montagproblem.
Kein Rattenfängermuseum offen, keine Stadtführung möglich und auf der Weser-Insel bekommen wir nichts zu essen. Wir haben einen schönen Italiener gefunden und als Nachtisch gab es ein Eis mit Stadtrundgang in Hameln. Das ist wirklich zu empfehlen!

Und der Rattenfänger darf natürlich auch nicht fehlen…

Zum Abschluss noch etwas historisches Wissen:

26. Juli: Hann.Münden nach Holzminden

Unsere heutige Etappe hat uns von Hann. Münden bis in die Zirkuswagen von Holzminden geführt. Es war klar, dass das Wetter für unsere Tour nicht so dolle sein wird.Tatsächlich hat es dann doch noch gut funktioniert.

Ein paar Eindrücke des ersten Teils der Strecke:

Nach gut 30 Kilometer war es Zeit für die erste Flüssigverpflegung. Wir hatten einen sehr interessanten Stopp gefunden und ich kann sehr deutlich behaupten: Mad Max lebt!!!

Danach beginnt der Blick in den Himmel. Der Wetterbericht hat für den heutigen Tag das seltene Zeug aus dem Himmel versprochen. Laut WetterOnline soll es uns ca 13 Uhr erwischen. Um 12.35 sehen wir eine schönes Lokal und beschließen, dort eine Kleinigkeit zu essen. Der Online Wetterdienst zeigt an, dass die Front ganz knapp nördlich an uns vorbeiziehen soll.
Eigentlich wollte ich beim Wirt schon ein bisschen Druck machen, weil mir das mit den Salaten viel zu lange dauert.
Na ja, wir waren geduldig, haben gegessen, es hat bei uns nicht geregnet – also wollen wir los. Vorher hatte ich Patrick noch „genötigt“, den Regenschutz über die Packtaschen zu ziehen – er baut also zurück…

Und dann öffnen sich die Schleusen – es regnet…! Patrick bekommt fast einen Lachflash und wir sind dem Wirt dankbar fürs Trödeln, weil es uns dann doch nicht erwischt hat und wir trocken unterstehen konnten.

Wir hatten ein nur mehrere Hundert Meter kurzes, aber extrem steiles Teilstück zu überwinden. Heute war es insgesamt sehr wellig.

Höxter liegt noch auf dem Weg, die Wolken zeichnen ein interessantes Gebilde nach dem Regen und ein Landwirt meint, sein Stroh bemalen zu müssen.
Und schon sind wir in Holzminden.

Schaun mer mal, ob wir hier heute gegen Abend essen gehen werden.

Und so wohnen wir heute…

25. Juli: Neukirchen-Vluyn nach Hann.Münden

Es ist mal wieder an der Zeit: Patrick und ich sind auf der Reise mit dem Fahrrad. Dieses Mal haben wir uns den Weserradweg ausgesucht.

Unsere erste Teiletappe führte uns heute von NK-V nach Duisburg zum Hauptbahnhof. Wie sagte Patrick vorhin so schön: „Alles bekannte Region und wir waren nur eine Straße entfernt – und schon sieht es aus, wie im Urlaub!“
Unglaublich, welch schöne Tour man sogar durch Duisburg machen kann…

So sieht es z.B. aus, wenn man eine alternative Route zum Duisburger HBF nimmt…

Nachdem wir dann per Rhein-Fulda-Kanal in Kassel-Wilhelmshöhe angekommen sind, haben wir eine traumhaft schöne zweite Teiletappe erleben dürfen. Neu an unserer heutigen Fahrt war, dass es die Zugführerin mit nur 59 Minuten Verspätung geschafft hat, dass ich erstmals bei unseren Bahnreisen keine Erstattung bekommen kann. Die eine Minute mehr hätten wir uns noch gegönnt.
Durch Kassel selbst zu fahren war schon sehr angenehm und als wir dann an der Fulda angekommen sind, wurde der Urlaub real. Super Radweg – kaum Radfahrer unterwegs – feinstes Wetter und gute Laune. Was kann es schöneres geben…?

Eindrücke an der Fulda.

Leider war das zweite Teilstück nur knapp 30 km lang. Als wir dann Hann.Münden erreichten waren wir doch sehr überrascht, was für eine schöne Stadt wir als erste Übernachtung ausgesucht haben.

Weiter geht es zum Hotel durch die Altstadt.

Dann war erst einmal eine Stärkung notwendig.

Lecker war es und wir konnten wieder zu neuen Taten aufbrechen. Die Abendstimmung hat uns ergriffen und Hann.Münden wurde unser.
Anbei noch ein paar Eindrücke von einer wirklich schönen Stadt…

Hier noch die Fakten der zweiten Teiletappe.
Wir wünschen eine gute Nacht.

28. Mai – Rückreise nach Hause

Die Nacht auf dem Campingplatz heute war sehr angenehm und wir konnten in der wärmenden Sonne heute früh noch gemütlich zwei Kaffee trinken. Danach kam die lästige Pflicht und wir haben das Abwasser leer gemacht und die Boardtoilette geschrubbt.
Danach sind wir noch in den Nationalpark rechts neben Dover, um ein paar Meter mit Sam zu machen und einige Fotos zu schießen.

Dover Castle.
Meine drei wichtigsten Begleiter.
Der Hafen – da geht es gleich hin. Dover ist laut eigener Darstellung der Umschlag stärkte Hafen und es ist wirklich irre, wie viele Autos und LKW auf die Fähre passen. Gefühlt Mijoon.
Noch ein Bild der Kreidefelsen bei Sonne (ich hab sie wieder freigegeben).
Ein neugieriger Nachbar.
Der Hundebereich auf der Fähre – viel besser, als auf der Hinreise.
Ingo beim Bloggen und Sam beim traurigen Blick aufs Meer.

Cu auf dem Festland…

Wir sind übrigens – nach einem ewig langen Stau rund um Antwerpen – gut nach Hause gekommen.
Das WoMo ist vorgereinigt zurückgegeben, die Wäsche gewaschen und alles wieder in den Schränken verstaut.
Das Wochenende ist geschafft und wir freuen uns jetzt auf den nächsten gemeinsamen Urlaub im Herbst in Lindenberg.

ENDE

27. Mai – Lulworth zurück nach Dover

Die Reise neigt sich dem Ende zu und unser Weg führte uns heute in die Nähe von Dover auf die Hawthorn Farm. Nach den „Problemen“ bei der Buchung – ich musste anrufen, weil die eine Nacht nicht online buchbar war – dachten wir, dass es voll sein wird. Überhaupt nicht: „Ihr könnt stehen, wo ihr wollt…“ war die Aussage.
Bevor ich darauf eingehe, möchte ich erst einmal erklären warum und wie am Abend die Sonne untergeht. Dazu folgende Bilder:

Sonne sehen…
…Sonne ansaugen…
…Sonne runterschlingen.

Damit wäre das mal endgültig er- und geklärt!

Unsere heutige Route – mit der Zeit sind wir heute am Tag allerdings nicht hingekommen…

Jetzt zurück zum Transfer heute. Sam war überhaupt nicht gut drauf. Die Nacht über hatte er schon flotten Otto (evtl. vom Salzwassersaufen gestern) und nach ungefähr einer Stunde kam er in den Fahrerraum, um mir vor das Gaspedal zu kotzen. So etwas erlebt man auch nicht alle Tage. Dem Kleinen geht es heute den ganzen Tag nicht so richtig gut.

Wer ihn kennt sieht, dass er heute nicht gut aussieht.

Dann habe ich einen Punkt von meiner Bucket-Liste abarbeiten können. Einmal noch bei Texaco tanken.

Die Preise in England sind übrigens günstiger, als in Frankreich, Belgien oder Holland – da habe ich direkt einen ganzen Lastzug umgepumpt.

Für die ersten 30 Meilen haben wir mit zwei „Sam-Stopps“ gut 90 Minuten gebraucht. Neben Sam waren da durchaus die Straßen beteiligt.

Abschied von den engen Straßen – dachten wir zumindest, bis wir nach dem Abendessen noch am St Margaret’s Beach waren, um uns die Kreidefelsen anzuschauen. Man muss schon sagen: in Cornwall fahren die Engländer besser Auto. Und schön ist es da unten auf jeden Fall.

Am Nachmittag waren wir ja schon auf dem Campingplatz und wollten eigentlich zu einem Restaurant laufen. Nach Blick auf Sam und erneutem Kotzen, wollten wir ihm das auf keinen Fall antun.

Zwischen den beiden Stellplätzen haben wir im S’Mugglers das – wie wir beide meinen – beste Abendessen unserer Englandreise zwischen die Kiemen bekommen.

Endlich ein Cottage

Morgen geht es dann zur Fähre. Um ca. 10 Uhr müssen wir los und um 12.35 Uhr legen wir ab. Damit wird unsere Reise – wirklich super schön – dann zu Ende gehen.
Und Jucki: An eurer Stelle würde ich mir Cornwall mit jüngeren Kindern gut überlegen. Eine ganz eindeutige Empfehlung gibt es von uns dafür nicht!

26. Mai – Lulworth Cove Bucht Rundwanderung

Vielleicht noch ein Nachtrag. Ein Unterschied zwischen dem Nordteil der Halbinsel und dem Südteil sind die Wellen. Sind wir gestern von einem Surfspot mit ordentlich Wellen abgereist, ist die See hier flach und Butterweich. Auch spürt man immer wieder den besonderen Humor der Briten. Für mich deshalb ganz eindeutig das Bild des Tages:

Auf unserer Rundreise haben sich die Wirte für ihre Kneipen auch immer wieder lustige Namen einfallen lassen. An Land’s End gab es „The first and last Inn“ und auf dem Weg gab es z.B. „The half way home“… Voll mein Humor.

Die vergangene Nacht war hier auf dem Campingplatz so warm, dass wir tatsächlich im WoMo bei offener Türe geschlafen haben. Sam war es so zu viel, dass er ständig etwas trinken wollte und unglaublich hechelte. Richtig Angst hatten wir keine. An Sam muss ja erst mal jemand vorbei. Insgesamt war es also keine so gute Nacht und heute früh waren wir dann so ziemlich die ersten auf dem Weg nach Lulworth (mussten wir eh machen, Sam war gestern schon sauer auf uns, weil wir mit ihm nicht an den Strand sind – aber Völkerwanderung und so). Der Parkplatz sah heute früh schon deutlich anders aus.

So hat es sich dann am Strand auch dargestellt. Doch bis zum Strand, möchte ich noch ein paar andere Bilder teilen…

Dann sind wir durch Lulworth – ein kleiner und gemütlich wirkender Ort. Wir mussten uns beeilen, die Dampfmaschine hat gezogen.

Die ganz coolen (bzw. Wärmesuchenden) gehen direkt am Strand in die private Sauna.

Und dann wollte ich mit Sam Ballspielen am Strand. Man achte bitte auf die Reihenfolge.

Ingo präsentiert den Ball…
Ingo holt aus…
Ball versenkt – Hund sucht – Hund unglücklich. Der Scheißball schwimmt nicht und liegt jetzt für alle Zeit der Welt am Rande des Ärmelkanals… 🙁

Er so: „Hol endlich den Scheißball da wieder raus!“ und ich so „schau Dir mal die schöne Gegend an…

Kompromissversuch: Ingo sucht Stöcke und wirft die und Sam wieder „Hol den Scheißball da raus. Sofort!“
Birgit hat ihm sogar extra Handyzeit angeboten – war ihm auch egal. 🙁

Dann haben wir ihn überzeugt und einen Abenteuer-Weg rausgesucht. Das hat dann endlich gezogen.

Das hat ihm dann wieder Spaß gemacht und an vielen Stellen durfte er voraus und die Gegend für uns erkunden. Wirklich traumhafte Ausblicke, die wir dann wieder genießen durften und vor allem führte uns der Weg dann auch wieder durch den Schatten. Heute war es wieder ordentlich heiß.

Pfadfinder Sam…
Und ein bisschen Kiffen darf auch nicht fehlen…

Und so richtig gut wurde es für den lieben Ingo dann, als er sein Frühstück auf dem Teller hatte. Mhm, lecker!

Und zum Schluss noch eine gute Geschäftsidee: Man schaue sich mal die Preise für das Parken auf den Wiesen hier an: 20 Pfund bei insgesamt hier weit mehr als 1000 Autos pro Tag – das macht einen echt schlanken Tagessatz…

25. Mai – Transfer nach Durdle Door Holiday Park

Um es vorweg zu nehmen – heute ist Pfingstmontag, geiles Wetter mit Hitze (eine Engländerin meinte gestern sogar, dass das die beste Woche des ganzen Jahres werden wird), in UK sind Ferien und wir sind scheinbar in eine Touristenhochburg gereist. Das konnte man schon am Verkehr merken. Sogar das Navi ist zwischendurch ausgestiegen und wir haben natürlich prompt den falschen Abzweig genommen. Der Schaden hielt sich dann auch im Minutenbereich. Das alles zusammen und der Holiday-Anteil heute haben uns bei unserem „Place to be“ einen ersten schlechten Eindruck beschert. Unglaublich, welche Mengen an Menschen hier unterwegs sind…

Doch der Reihe nach und zu aller erst möchte ich noch ein Bild von gestern nachlegen. Ein wirklich müder Krieger…

Auf dem Weg heute wollten wir gerne wieder einen schönen Stopp machen.

Na ja. Im Vergleich zu gestern – finde den Fehler…

Klar wollen wir dann auch heute wieder einen Spaziergang machen und den am besten ans Meer. Doch sobald wir den Campingplatz verlassen hatten, fühlten wir uns wie in einer Völkerwanderung. Interessanterweise wirkte es so, dass wir außerhalb des Campingplatzes in „Klein-Indien“ waren. Ganz viele Landsleute waren hier heute unterwegs.
Da blieb uns nichts anderes übrig, als uns ein bisschen Abseits zu halten.

Auf dem Rückweg kam es dann zum Bild des Tages. An Dekadenz wahrscheinlich nicht mehr so sehr zu überbieten.

Dann begann die eigentliche Krise des Tages. Scheinbar hat unser Englisch auf dem Campingplatz nicht gereicht. Erst bekam ich statt eines Bieres einen Cider – bäh. Und dann sollte angeblich die Küche auch schon geschlossen haben. Um 17 Uhr. Zum Glück hat sich das noch aufgelöst und das Lächeln kam zurück.

Sam und ich bei der Arbeit – irgendwie müssen die Tagesschilderungen ja geschrieben werden.

Anstatt den Reisebericht des Tages direkt zu Ende zu schreiben kam Birgit noch auf die Idee, einen Abendspaziergang zu machen. Das in der Hoffnung, die vielen Tagesausflügler seien schon weiter auf dem Weg nach Hause.
Fehlalarm – zumindest kamen uns die Massen jetzt entgegen und wir konnten noch ein paar schöne Bilder machen.

Wir (wie man sieht) allein vor Durdle Door.
Und für die Verschwörungstheoretiker unter euch: Timmy liegt hier – vor der Südküste von England…